Der FC Ruthe erhält den Zuschlag für den Sportplatz rechts der Ruther Straße.

 Auszug aus der Hildesheimer Allgemeinen vom 29.06.05

 FC Ruthe ist bald am rechten Platz

 Stadt überlässt dem Verein Sportplatz an der Ruther Straße / Leichtathleten und Schüler sollen bleiben

Sarstedt/Ruthe (akr). Der Beschluss ist gefallen: Der FC Ruthe kann im Sommer 2006 an die Ruther Straße ziehen. Die Stadt stellt dem Verein dort den so genannten A-Platz vor dem TKJ-Vereinsheim zur Verfügung. Allerdings nicht ihm alleine. Leichtathleten und Schüler sollen weiterhin dort trainieren können.
Nach dem Aufstieg in die Kreisliga folgt für den FC Ruthe nun die nächste gute Nachricht. Die Stadt überlässt dem Verein den A-Platz rechts der Ruther Straße. Es ist der Platz, um den die Aschenbahn verläuft. „Wir haben unser Ziel erreicht“, sagt Walter Drescher, Vorsitzender des FC.
Viele Jahre hatte der Verein um einen eigenen Platz gerungen, seit 25 Jahren ist er ohne eigenes Domizil. Jetzt zu seinem Jubiläum hat das ein Ende. Jedenfalls fast. Denn der Platz soll nicht allein den Kickern zur Verfügung stehen. Grundschüler, Leichtathleten von TKJ und FSV sowie Freizeitsportler sollen weiter die Sportanlage nutzen können. Für sie muss der FC die Aschenbahn erhalten. Das ist die Bedingung der Stadt. „Und die Übernahme von Investitionsmaßnahmen durch die Stadt ist ausdrücklich ausgeschlossen“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Wondratschek. Heißt: Die Stadt würde beispielsweise keine Flutlichtanlage anschaffen. Will das der FC, kann er allenfalls einen Antrag auf Zuschuss stellen. „Wir entscheiden dann im Einzelfall“, so Wondratschek.
Mit den anderen Nutzern des Platzes sollen Nutzungsregelungen geschlossen werden. Auch für die Umkleiden neben dem TKJ-Heim. Viele weitere Details seien noch offen. „Die schwerste Arbeit liegt also noch vor uns“, meint Wondratschek. „Aber wir gehen alle mit einer positiven Grundeinstellung hinein.“
Der FC Ruthe kann nun mit den Planungen beginnen. Zum 1. Juli 2006 kann er umziehen. Über die Finanzierung will der Vorsitzende einen Mitgliedsbeschluss herbeiführen. Er ist zuversichtlich: „Wir werden dort ganz schön etwas auf die Beine stellen“, kündigt er an. 130 Mitglieder gehören dem Verein an, davon spielen 80 aktive Kicker in vier Teams. Vielleicht könnten diese um weitere Mannschaften aufgestockt werden, etwa im Jugendbereich. Drescher hofft zudem auf eine Kooperation mit der benachbarten FSV, die bereits umfangreiche Jugendarbeit im Fußball leistet.
Der FC Ruthe hatte seinen Antrag auf einen eigenen Platz anfangs mit dem Angebot verbunden, den vorderen B-Platz in Eigenarbeit herzurichten. Die Politiker empfahlen allerdings den hinteren Platz für den FC. Die SPD/FDP-Ratsfraktion ließen schließlich das Thema im Verwaltungsausschuss auf die Tagesordnung setzten, um eine schnelle Entscheidung herbeizuführen. Dort stimmten die Mitglieder in nicht öffentlicher Sitzung einmütig zu, dem FC den A-Platz zu überlassen. Das ermöglicht dem Verein nun, bis Ende Juni seine Kündigungsfrist bei der TuSpo Schliekum einzuhalten. Diese beträgt zwölf Monate. Damit endet im nächsten Sommer die Zwangsehe von TuSpo und FC. Beide Vereine teilen sich bisher Sportanlage und Vereinsheim in Schliekum. Dort knirscht es schon seit Jahren im Getriebe, zum Teil bedingt durch die hohe Auslastung des Platzes.

 

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