Pressebericht der Hildesheimer vom 21.03.2007 und 22.03.2007

Hildesheimer Allgemeine 21.03.07

Mehrheit lehnt die Zuschüsse ab

Sarstedt (abu). FSV Sarstedt, TKJ Sarstedt und FC Ruthe sollen keine Zuschüsse von der Stadt erhalten. Die Mehrheitsgruppe von SPD und FDP hat sich nach längerer Diskussion entschieden, die Anträge der Vereine im Sport- und Kulturausschuss abzulehnen. Da die Gruppe dort ebenso wie im Stadtrat die Mehrheit hat, scheint die Entscheidung also offenbar gefallen.
„Wir wollen keinen Präzedenzfall dafür schaffen, Maßnahmen im Nachhinein zu bezuschussen“, sagte Gruppensprecher Klaus Bruer auf Anfrage des Sarstedter Anzeigers mit Blick auf die Anträge von TKJ und FC Ruthe. Bei der FSV sei die „dringende Notwendigkeit“ nicht zu erkennen gewesen. Die Mehrheitsgruppe hatte sich am Montagabend in Ruthe beraten. In einer öffentlichen Fragestunde zuvor war es zeitweise zu hitzigen Debatten gekommen.
Der FC Ruthe hatte sich die über die Kalkulation hinausgehenden Kosten für Umbauarbeiten am Sportplatz rechts der Ruther Straße erstatten lassen wollen. Die FSV will einen Regieraum auf der Garage des Sportplatzes am Schulzentrum bauen, er soll vor allem bei den Leichtathletik-Großveranstaltungen des Vereins genutzt werden. Im Sport- und Kulturausschuss waren diese Anträge Anfang März vertagt worden, da die Politiker noch Klärungsbedarf gesehen hatten.
Reaktionen der betroffenen Vereine lesen Sie morgen im Sarstedter Anzeiger.
Hildesheimer Allgemeine 22.03.07

Keine Zuschüsse: FSV überlegt, FC Ruthe spart

Sportvereine reagieren äußerlich gelassen auf Absage der Ratsmehrheit / FSV entscheidet am Montag nächsten Schritt

Sarstedt (abu). Ohne städtischen Zuschuss mit eigenen Mitteln bauen oder das Projekt „Regieraum“ aufgeben? Wie die FSV Sarstedt auf den Entschluss der SPD/FDP-Ratsmehrheit reagiert, auf eine Beteiligung der Stadt an dem geplanten Bau auf dem Sportplatz am Schulzentrum zu verzichten, war gestern noch unklar. Der Vorsitzende Peter Glaser verwies auf Anfrage des Sarstedter Anzeigers auf eine Vorstandssitzung am nächsten Montag: „Da werden wir entscheiden, wie es weitergeht.“ Die FSV hat nach eigenen Angaben bereits 6000 Euro in die Planung des Vorhabens gesteckt. Glaser, der in den vergangenen Tagen und Wochen in Gesprächen mit Politik und Verwaltung vehement um die Zuschüsse gekämpft hatte, gab sich gestern betont gelassen. „Wir von der FSV sehen das anders“, kommentierte er die Begründung der Ratsmehrheit. Darüber hinaus wollte er sich aber nicht äußern.
Ähnlich ruhig reagierte Walter Drescher, Vorsitzender des FC Ruthe: „Schade, aber wenn man einen Antrag stellt, muss man auch damit rechnen, dass er abgelehnt werden kann.“ Er finde es aber gerecht, dass alle Vereine gleich behandelt worden seien. Gewünscht hätte ich mir allerdings, dass vielleicht alle drei Vereine einen Teil der beantragten Zuschüsse bekommen hätten. Auf jeden Fall sei der FC stolz auf das, was er als kleiner Verein an der Ruther Straße auf die Beine gestellt habe: „Wir haben uns vorher vielleicht auch ein bisschen verschätzt, aber wir haben es gemeinsam durchgezogen.“ Der FC Ruthe werde nun sparen, könne die Situation aber meistern. „Wir legen ein paar Dinge auf Eis“, so Drescher. Etwa die geplante Aufstellung dreier 20 Jahre alter Trainings-Lampen, die die Ruther vom VfB Bodenburg bekommen hatten. „Die Lampen sind schon da“ „aber Bodenprobe, Erdarbeiten und Baugenehmigung würden noch einmal rund 5000 Euro kosten“, erklärt Drescher. „Das können wir wohl erst in zwei Jahren leisten.“ Voraussichtlich wird der 120 Mitglieder starke Verein auch die geplante Gründung einer Jugendabteilung verschieben. Dafür will sich der FC nach Dreschers Worten bei Sarstedter Geschäftsleuten verstärkt um Bandenwerbung bemühen.
TKJ-Chefin Heidi Siemers war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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