Ruthe(md). Am Samstag konnte sich der FCR im Nachbarschafts-Derby gegen die Kreisliga-Reserve der FSV Sarstedt mit 3:0 durchsetzen. Auf grenzwertigem Boden kam aber zunächst die FSV besser ins Spiel und konnte das Geschehen in die Ruther Hälfte verlagern. Die Hausherren befreiten sich meist nur durch lange Bälle, hatten dadurch aber auch die erste Chance im Spiel. Sebastian Tiemann prüfte mit einem satten Schuss in der 19. Minute Nils Kleinert im FSV-Gehäuse, der den Ball zur Ecke klären konnte. Zwei Minuten später machte er es besser. Marvin Dürr eroberte den Ball im Aufbauspiel der Gäste und haute ihn lang nach vorne, direkt in den Lauf von Tiemann. Der fackelte nicht lange und lupfte die Kugel aus 18 Metern über den chancenlosen Kleinert zur 1:0 Führung ins Tor. Ein Treffer aus dem Nichts, welcher die FSV aber nicht zu beeindrucken schien. Spielerisch und technisch waren sie leicht tonangebend und versuchten immer wieder über Jan Kluckert und Felix Rieder zum Erfolg zu kommen. Doch der FC kämpfte sich nun in dieses Derby und wurde körperlich presenter. Julian Kregel, Frank Faber und Marc Ruthenberg zwangen die agilen FSV-Angreifer ständig in einen Zentimeterkampf um jeden Ball. Es entwickelte sich ein Kampfspiel mit sehr wenig Torraumszenen und einem Platz, der weiter an Festigkeit verlor. Als sich alle schon auf den Pausentee einstellten, schob Alexander Haberstroh in der 46. Minute doch noch einen Treffer nach. Dennis Fritzsches Abstoß wurde an der Mittelinie von Sebastian Tiemann mit dem Kopf über die noch unsortierte FSV-Abwehr verlängert und Haberstroh war blank durch. Allein lief er auf FSV-Keeper Nils Kleinert zu, umkurvte ihn und schob aus 9 Metern sicher zum 2:0 Halbzeitstand ein.

Sebastian Tiemann lupft den Ball zum 1:0 ins Tor

FSV-Angreifer Felix Rieder verlangte der FC-Abwehr alles ab

Der zweite Spielabschnitt bot zu Beginn ein unverändertes Bild. Sarstedt setzte weiter auf Spielaufbau, Ruthe weiter auf Kampf. Doch der FC wurde eine Nummer aggressiver im Spiel nach vorne und versuchte nun zielstrebiger auf den dritten Teffer zu gehen. Chancen auf Seiten der Gäste gab es nicht. Der entscheidende Pass blieb aus oder konnte von der FC-Defensive erobert werden. In der 57. Minute gab es eine der wenigen Chancen für Marvin Dürr. Sein Schuss aus 19 Metern wurde gefährlich knapp zur Ecke abgefälscht, die jedoch nichts einbrachte. Nach einer Stunde war nun der FC leicht spielbestimmend und die FSV versuchte über den Kampf ins Spiel zu kommen. Ein zunehmend unansehnliches Spiel hinterließ jetzt auch tiefe Spuren auf dem Rasen. In der 70. Minute dann die erste echte Chance für die FSV. Nach einer kuriosen Rückpassentscheidung des Schiedsrichters gab es einen indirekten Freistoss im 16er von FC-Schlussmann Dennis Fritzsche. Doch Felix Rieder drosch das Ding aus 14 Metern in die Mauer und konnte anschließend geklärt werden. Das Spiel wurde zerfahrener und der FC schraubte die Zweikampfpresenz weiter nach oben. Zum Teil auch eine Nummer zu hoch. Bastian Arndt legte in der 73. Minute Felix Rieder auf der Linie des eigenen Strafraums. Der Schiedsrichter hätte auf den Punkt zeigen können, entschied jedoch auf Freistoß. Der anschließende Schuss durch Hakan Kocak segelte jedoch am Kasten von Fritzsche vorbei. Die FSV haderte jetzt häufiger mit Schiedsrichterentscheidungen und der FC machte sich das zu Nutze. Alexander Haberstroh wurde in der 77. Minute aus dem Gewühl heraus im 16er der FSV freigespielt und zog aus spitzem Winkel ab. Auf der Torlinie konnte der Ball gerade noch für den geschlagen Nils Kleinert geklärt werden, jedoch nicht entscheidend genug. Marvin Dürr setzte im Zweikampf nach und drückte das Leder dann doch zum 3:0 über die Linie. Die FSV wollte jetzt unbedingt den Ehrentreffer und wurde aggressiver in den Zweikämpfen. Der FC blieb seiner Linie treu und steckte nicht zurück. Robin Fuhrmann und Sebastian Tiemann ließen gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt, von den Gästen kam bis auf einen Pfostentreffer durch Kaan-Rana Pekgüven aus 20 Metern weiter nichts auf die Kiste von Dennis Fritzsche. So blieb es bei einem schwachen Spiel zweier unter dem Strich gleichwertiger Mannschaften und einem Kampfsieg, der die Männer um Coach Sebastian Plage weiter im Aufstiegsrennen hält.

Frank Faber war fast immer die Endstation für die FSV-Offensive

Marc-Thore Meseberg wird im letzten Moment noch von Abdel-Karim El-Malla abgefangen

Share Button