Nettlingen(md). Am Dienstag musste sich das Team von Coach Sebastian Plage beim TuS Nettlingen mit 0:1 geschlagen geben und ließ einiges vermissen. Die Hausherren erwischten den besseren Start und konnten bereits früh in der Partie durch Denis-Emin Hellmer und Jan Fröhlich für mächtig Betrieb in der Ruther Hintermannschaft sorgen. Der FC brauchte eine Viertelstunde, um dann doch in dieses Spiel zu finden. In der 15. Minute ließ Sebastian Tiemann gleich mal einen Hochkaräter liegen. Alexander Haberstroh spielte einen starken Diagonalball durch die TuS-Abwehr auf die rechte Seite zu Marvin Dürr. Der nahm Fahrt auf und zog sofort zum Tor. Sein Schuss aus 12 Metern konnte TuS-Schlussmann Jan-Niklas Duwe vor die Füße von Tiemann klären, der den Ball dann aber aus 7 Metern über die Kiste donnerte. Das Spiel war jetzt offen, doch die Hausherren kamen zu den besseren Möglichkeiten. Philipp-Luka Leichnitz hatte in der 26. Minute einen Strahl aus 21 Metern abgefeuert, den Kasten von FC-Schlussmann Björn Schmermbeck aber Zentimeter über die Latte verfehlt. Der TuS wurde stärker und setzte den FC zunehmend unter Druck. Der konnte jetzt nur durch Konter über Alexander Haberstroh und Marvin Dürr antworten, blieb aber vor dem Tor von TuS-Keeper Duwe zu harmlos oder unkonzentriert. Insgesamt blieb das Spiel bisher blass und war kein echter Leckerbissen. Philipp-Luka Leichnitz, Denis-Emin Hellmer und Jan Fröhlich setzten dem FC jetzt heftig zu und waren nur schwer zu stoppen. Die FC-Abwehr musste sich mächtig stecken, um nicht in Rückstand zu geraten. Die Hausherren machten jetzt den besseren Eindruck und kamen kurz vor der Pause durch Enrique Cid-Valdes zur Führung. Aus 18 Metern streichelte er einen Freistoß aus zentraler Position zur 1:0 Halbzeitführung in den Kasten von FC-Keeper Schmermbeck.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkte der FC jetzt entschlossener. Marvin Dürr verpasste nach einer Ecke in der 49. Minute aus 5 Metern nur knapp das Tor. Die Ruther Kicker wurden aktiver und griffiger nach vorne, während die Hausherren jetzt häufiger über lange Bälle kamen. Das Niveau blieb weiter schwach und beide Teams hackten sich nun zum Teil böse in die Knochen. In einigen Situation krachte es schon ziemlich heftig, was den Schiedsrichter aber auch nicht sonderlich zu belasten schien. Zwischendurch gab es trotzdem noch einige gute Gelegenheiten für die Hausherren. Janosch Paulmann köpfte in der 59. Minute nach einem langen Freistoß in den 16er von Schmermbeck, aus 12 Metern nur knapp am Winkel vorbei. In der 62. Minute verballerte Mehmet-Hanifi Duygu dann eine Hundertprozentige. Nach einem schnellen Einwurf läuft Denis-Emin Hellmer über rechts blank durch und zieht zur Grundlinie. Mit Auge legt er auf Duygu am Elfmeterpunkt zurück, doch der hämmert die Kugel völlig frei in die obere Region des Fangzauns. Ein offenes Spiel mit einem hin und her entstand, in dem der FC zunehmend die Kontrolle im Mittelfeld an die Hausherren verlor. Die Ruther Offensive fand nicht zu ihrer Linie und vor dem Tor von TuS-Keeper Duwe war zu wenig Alarm, um einen Treffer zu erzwingen. Zuviel Hektik und Unkonzentriertheit beim FC spielte den Hausherren jetzt in die Karten. Mit langen Bällen konnten sie den FC immer wieder vom eigenen Tor fernhalten. Der versuchte in den Schlussminuten über Kampf den Ausgleich zu erzielen, war aber weiterhin wirkungslos vor dem Tor von TuS-Schlussmann Duwe. Am Ende siegten die Gastgeber durch eine disziplinierte Defensivleistung mit 1:0 und lassen den FCR mit einer dicken Problemliste zurück. Denn bereits am 05.05. erwartet Sebastian Plage und sein Team um 15:00 den starken TuS Lühnde zum Rückspiel im heimischen Jahn-Sport-Park. Konnte man im Hinspiel noch mit einem 3:3 das Feld verlassen, muss bei den letzten Leistungen mit einem ähnlichen Debakel wie gegen Förste gerechnet werden.

Damen beißen sich durch !

Ruthe(md). Am Dienstag erkämpften sich die tapferen Löwinnen von Coach Gerhard Prystawek ein 1:1 gegen den SV Arminia Hannover. Insgesamt elf Spielerinnen mussten ersetzt werden und so stand buchstäblich das letzte Aufgebot auf dem Rasen. Doch auch das zeigte an diesem Tag dem Gegner alle Reißzähne und biss sich an der Arminia fest. Der SV war von Beginn an das überlegenere Team, konnte aber vor dem Kasten von FC-Torfrau Ramona Prystawek für keine wirkliche Torgefahr sorgen. Der FC stand tief und konnte nur über Konter den Weg nach vorne suchen. Aber auch die waren vor dem Tor zu harmlos und so entstand ein eher zähes Spiel mit wenigen Höhepunkten. Erst in der 32. Minute konnten die Gäste aus ihrer Feldüberlegenheit etwas machen. Nach einem Freistoß in den 16er von Prystawek, stocherte Henrike Marie Sonderhoff aus dem Gewühl heraus nach und traf aus 2 Metern zur verdienten 1:0 Führung. Einen Minute später hätte Elisa Oulaeva den nächsten Treffer nachschieben können. Hinter die FC-Abwehr geschickt, verzog sie aus 14 Metern knapp am kurzen Pfosten vorbei. Das weckte den FC jetzt etwas aus seinem Defensivschlaf und sorgte für mehr Bewegung nach vorne. Isabell Burhorst forderte nun auch die SV-Abwehr etwas mehr und konnte bis zur Pause für mehr Entlastung sorgen.

Im zweiten Durchgang dann das gleiche Bild. Die Gäste übernahmen weiter das Spielgeschehen und der FC sicherte zunächst das eigen Tor ab. Doch jetzt waren Marie Banaszak, Jill Hornbostel und Isabell Burhorst häufiger auf dem Weg nach vorne und versuchten, den SV-Spielaufbau zu stören. In der 56. Minute eroberte Banaszak die Kugel und flankte quer vor den 16er der Arminia. SV-Verteidigerin Aneka Dorn wollte den Ball klären, sorgte mit einem Querschläger aus 15 Metern ins eigene Netz allerdings für den 1:1 Ausgleich. Jetzt begann der FC sich in dieses Spiel rein zu kämpfen und zeigte sich in jedem Zweikampf wild entschlossen. Der SV blieb zwar spielbestimmend, wurde jetzt aber offen bekämpft und musste sich auch in der Defensive gegen die FC-Offensive wehren. Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Geschehen aber mehr und mehr in die Hälfte des FCR. In der 70. Minute verpasste Elisa Oulaeva aus 16 Metern nur knapp den Kasten von jetzt FC-Torfrau Linda Kisluck. Anne Titze musste verletzt ausgewechselt werden und Ramona Prystawek übernahm ihre Feldposition. Die Gäste drückten jetzt heftig und der FC hielt mit seiner Kampfkraft voll dagegen. In der 75. Minute traf Henrike Marie Sonderhoff mit einer satten Kelle nur die Latte und weckte noch mal letzte Kraftreserven beim FC. Tamina Eckerlebe hätte in der 83. Minute sogar noch den Lucky-Punch setzen können, legte sich am Ende aber den Ball zu weit vor und konnte von SV-Torfrau Anna Radloff gestoppt werden. Die Ruther Löwinnen bissen sich bis zum Abpfiff gegen einen weiterhin überlegenen Gegner durch und verdienten sich am Ende mit einer Not-Elf diesen Punkt. Weiter geht es am 06.05. um 12:00 beim TUS Schwüblingsen. Ob sich die dünne Personaldecke bis dahin entspannen kann, bleibt noch abzuwarten

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