„Es wird schwer, Nachfolger zu finden“

Ruthe(jd). Am Samstagabend fand im Dorfgemeinschaftshaus in Ruthe die Mitgliederversammlung des FC Ruthe statt. „Es wird schwierig, langjährige Nachfolger für den Vorstand zu finden“, so das Resümee des 1. Vorsitzenden Walter Drescher. Zur Wahl an diesem Abend stand der komplette Vorstand. Ein letztes Mal haben sich auch Heinz Höhne (Kassenwart), Heiko Rosemeier (Sport-und Gerätewart) sowie und Thomas Germer (Jugendwart) wiederwählen lassen, obwohl sie schon vor 2 Jahren ihr Amt zur Verfügung stellen wollten. Seine letzte Amtszeit tritt in jedem Fall auch Bastian Arndt (Sportlicher Leiter Senioren und Seniorinnen) an, den es aus persönlichen und wohnortüblichen Gründen andernorts hinzieht. „Ein Ehrenamt zu besetzen ist mit Verzicht auf Freizeit verbunden,“ so Kassenwart Heinz Höhne, „einige Ämter kann man auch nicht jedem anvertrauen. Der Kassenwart ist zudem auch in unserer Vereinsgröße sehr zeitintensiv.“ In den kommenden 18 Monaten sucht der Verein Interessenten, die sich in verschiedene Ämter einarbeiten lassen möchten. „Sollten alle Stricke reißen,“ so Daniel Demitz (2. Vorsitzender) „müsse man darüber nachdenken, ob man diese Posten auf geringfügiger Beschäftigungsbasis bezahlen muss. Weiterhin im Vorstand vertreten sind Thomas Müller (Spartenleiter Tischtennis), Emma Drescher (Schriftführerin) sowie Jörg Drescher (Medienwart). Den Posten des Beitrags- und Mitgliedswartes konnte auf der Versammlung nicht neu besetzt werden.

Der Vorstand muss sich verjüngen, auch um für neue Ideen für die junge Generation offen zu stehen. Deutlich verjüngt habe sich der aktive Seniorenbereich. Allerdings werde es wohl erst zur Saison 2023/24 eine 2. Herrenmannschaft geben, so die Aussichten. Sportlich soll der Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse anvisiert werden. Die Ruther Altsenioren hat in der abgelaufenen Saison ihre erfolgreichste seit Bestehen in der Vereinsgeschichte hingelegt. Mit dem Erreichen der Vizemeisterschaft in der Kreisliga nimmt das Team am kommenden Wochenende zur Qualifikation zur Niedersachsenmeisterschaft teil. Am nächsten Samstag, 17. September spielt das Team von Marcel Drenkner um 16 Uhr beim TSC Fischbeck. Die Ruther Jugend ist nicht nur durch die Corona-Pandemie komplett ausgeblutet. Die Ruther Jugend existiert derzeit nur durch die C-Juniorinnenmannschaft von Jasmin Marquardt und Emma Drescher. Alle anderen Teams spielen komplett in anderen Vereinen oder haben sich aufgelöst. Thomas Germer arbeitet auch weiterhin mit der Schiller-Oberschule zusammen, um Jugendliche in AGs dem Sport näherzubringen.

Ganz schwierig gestaltet sich die Situation für die Ruther Tischtennissparte.  Spartenleiter Thomas Müller muss mit widrigen Vorrausetzungen hantieren, da die Sporthalle in Giebelstieg gesperrt ist und abgerissen wird. Derzeit findet auch der Punktspielbetrieb im Dorfgemeinschaftshaus in Ruthe statt, bis eine andere Lösung gefunden wird.

Während der Corona Pandemie beging der FC Ruthe bereits sein 40-Jähriges Bestehen (Dezember 2020), ohne dies feiern zu können. Mit Peter Klukas sowie Ulrike und Werner Danisch konnte Walter Drescher sogar noch Gründungsmitglieder von damals ehren. Werner Danisch erinnerte sich an die Anekdote, dass der junge Verein (17 Mitglieder) eigentlich nichts hatte. Bei einem Preisausschreiben, an dem er teilnahm, gewann er tatsächlich Präsentationsanzüge für die Mannschaft- es waren allerdings Jugendanzüge. „Die teilweise erst 18-jährigen haben aber noch ordentlich reingepasst,“ so Danisch. Für 20 Jahre Mitgliedschaft ehrte Walter Drescher Tobias Teichmann. „Was Vereinstreue bedeutet, zeigt sich auch an Tobi“, so Drescher zur Versammlung, „So wie er wohnen viele Mitglieder über 100 km weit weg, sind nur noch passiv, halten aber dem Verein weiterhin die Treue.“ Auch Oliver Brandt wurde für 20jährige Mitgliedschaft geehrt.

von links: Peter Klukas, Tobias Teichmann, Ulrike Danisch, Werner Danisch

 

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