Ruthe(md). Am Pfingstmontag gab es für das Team von Coach Sebastian Plage auch gegen die Regionalliga-Reserve des VfV Borussia 06 Hildesheim nichts zu holen und verlor am Ende mit 2:3. Seit nun zehn Spielen gab es keine Punkte mehr für den FCR und auch heute fing es denkbar schlecht an. Mahdi Khalid Biso traf bereits in der 2. Minute zum 1:0. Sein Freistoß vom rechten Strafraumeck senkte sich über die Mauer auf den kurzen Pfosten zur Führung ins Tor. Der FC wollte sich davon aber nicht verunsichern lassen und suchte über Sebastian Tiemann, Marvin Dürr und Robin Fuhrmann den Weg nach vorne. Doch der Aufbau dauerte meistens zu lange und die Gäste pressten früh. Abdulmalik Abdul, Mohammed Sanogo und Biso machten es der FC-Defensive äußerst schwer und erzwangen viele Fehlpässe. Die wurden dann direkt in brutal schnelle Angriffe umgewandelt und forderten FC-Schlussmann Udo Drescher schon früh zu starken Paraden. Besonders Abdul war nicht zu kontrollieren und überlief nahezu jeden FC-Verteidiger. Sanogo und Philipp Weiss hatten in der Zentrale zu viel Platz und steckten immer wieder auf Abdul durch. Der FC selbst kam nur durch lange Bälle nach vorne, konnte die VfV-Defensive zunächst aber kaum in Bedrängnis bringen. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gäste stärker nach vorne und nutzten die sich bietenden Räume stark aus. So war es Abdulmalik Abdul, der in der 18. Minute das 2:0 erzielte. Nach perfekter Direktkombination mit Sanogo wurde Abdul blank durch geschickt, ließ FC-Legende Udo Drescher aus 12 Metern keine Chance und schob sicher ein. Der FC versuchte es jetzt etwas ruhiger und kam dadurch auch mehr in die Offensive. Marvin Dürr und Robin Fuhrmann machten über die rechte Seite mächtig Alarm und zwangen jetzt auch die VfV-Verteidiger zu Fehlern. In der 27. Minute segelte Sebastian Tiemanns Ecke durch den Strafraum und fand am zweiten Pfosten Marvin Dürr, der aus 5 Metern keine Mühe hatte, den 1:2 Anschlusstreffer zu erzielen. Das weckte den FC weiter auf und er wurde mutiger. Auch die VfV-Offensive konnte nun besser kontrolliert werden, blieb aber gerade über Biso und Abdul brandgefährlich. Abdul hätte in der 35. Minute seinen zweiten Treffer erzielen können, scheiterte allerdings aus 15 Metern an FC-Keeper Drescher. Der FC wurde zwar nach vorne besser, konnte aber keine wirklich zwingenden Möglichkeiten herausspielen und so neutralisierten sich beide Teams bis zum Pausenpfiff.

FC-Defensivturm Julian Kregel hatte es oft mit Abdulmalik Abdul zu tun und blieb hier Sieger

FC-Legende Udo Drescher blieb hier Sieger gegen Abdulmalik Abdul

Im zweiten Durchgang kam der FC mutiger und entschlossener aus der Kabine. Man wollte endlich wieder punkten und so wurden die Gäste früher angelaufen und in den Zweikämpfen aggressiver bekämpft. Doch auch der VfV wollte die Punkte und hielt dagegen. Hatten die Gäste im ersten Durchgang noch mehr vom Spiel, bekam der FC jetzt so langsam den Fuß in die Tür und konnte den VfV auch in seiner Defensive fordern. Sebastian Tiemann und Michele-Marcel Oeser stachen nun häufiger ins Sturmzentrum und erarbeiteten sich erste Möglichkeiten. Auch die Gäste blieben über Sanogo, Weiss und Abdul gefährlich. Es entwickelte sich ein Kampfspiel, in dem sich der FC jetzt besser zurecht fand und auch spielerisch mehr in Fahrt kam. Frank Faber und Marc-Thore Meseberg leiteten gute Angriffe ein und sorgten für eine offene Partie. Die wurde in der dann in der 65. Minute durch Michele-Marcel Oeser ausgeglichen. Nach einer Ecke klärte die VfV-Defensive zu kurz und Oeser bekam die Kugel zentral vor die Füße. Aus 16 Metern fackelte er satt zum 2:2 Ausgleich ab. Der FC roch Lunte und mobilisierte nochmals alle Kräfte. Doch auch die Gäste gaben nicht auf und forderten über Abdul, Weiss und Sanogo weiter die FC-Defensive. Vom Kampf geprägt, ergaben sich wenige Chancen auf beiden Seiten und das Spiel verflachte etwas. Es musste also eine Einzelaktion her, um den Führungstreffer zu erzielen. Philipp Weiss eroberte in der 78. Minute an der Mittellinie die Kugel und zündete den Turbo. Er spazierte durch das gesamte Ruther Team bis in den Strafraum von Udo Drescher, ließ dem Keeper aus 14 Metern keine Chance und schob lang zum 3:2 ein. Wie so häufig in den vergangen Spielen, versuchte der FC noch einmal alles und setzte zur Schlussoffensive an. Doch mit vereinten Kräften hielten die Gäste den FC vom eigenen Kasten fern und brachten so den Sieg und damit endgültigen Klassenerhalt über die Zeit. Coach Plage und seinen Kickern bleibt weiterhin nichts anderes übrig, als trotz der anhalten Serie von zehn Niederlagen weiterhin die positiven Aspekte zu sehen und dran zu bleiben. Gelegenheit gibt es schon am 24.05. um 19:00 bei der Kreisliga-Reserve der FSV Sarstedt. Vielleicht muss ja ein Derby her, um das Pleite-Siegel endlich zu knacken und das Feld mit einem Erfolgserlebnis zu verlassen.

Frank Faber und Mohammed Sanogo kämpften häufiger gegeneinander

Philipp Weiss(am Ball) war ein ständiger Aktivposten im VfV-Mittelfeld

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